Gehen Sie 9 Schritte – Von der Idee bis zum Unternehmensblog

Gehen Sie 9 Schritte – Von der Idee bis zum Unternehmensblog

November 8, 2018 0 Von Laura Putschies

Sie möchten einen Unternehmensblog starten? Herzlichen Glückwunsch, das ist eine gute Idee! Von der Idee eines Blogs bis zu einem echten Blog, den Sie mit Inhalten füllen können, sind ein paar Schritte zu gehen.

Ich schreibe erst seit ein paar Wochen an dem Corporate Blog der Julius Zapp GmbH. Aber ich habe schnell ein paar wichtige Erfahrungen gesammelt. Basierend auf meinen Erfahrungen bei der Entwicklung und Erstellung eines Unternehmensblogs möchte ich Ihnen folgenden Leitfaden an die Hand geben.

In 9 Schritten lernen Sie die wichtigsten Meilensteine für den Weg von der Idee hin zu einem Unternehmensblog kennen.



1. Überzeugen Sie Ihre Kollegen, Mitarbeiter oder Ihren Chef!

Wenn Sie die Idee haben einen Unternehmensblog zu starten, müssen Sie zunächst Ihre Kollegen, Mitarbeiter oder Ihren Chef von dem Einfall überzeugen. Sind Sie Mitarbeiter eines Unternehmens und Sie möchten Ihrem Chef die Idee vorstellen, dann sollten Sie bei einem ersten Ideen-Pitch auf die beiden folgenden Fragen eine Antwort haben.

Warum sollten wir bloggen? Welche Unternehmensziele erreichen wir mit dem Bloggen?

Nutzen Sie zur Beantwortung unsere Gründe fürs Bloggen. Dort erklären wir sieben Gründe warum die Julius Zapp GmbH angefangen hat zu bloggen und warum auch andere Unternehmen damit anfangen sollten!

Wenn Ihr Chef Interesse für das Thema Unternehmensblog zeigt, wird er weitere Fragen beantwortet haben wollen. Arbeiten Sie diesen Leitfaden weiter ab. Im Laufe der Bearbeitung werden Sie Ihrem Chef weitere wichtige Fragen beantworten können.

Notieren Sie sich schon vor dem ersten Gespräch mit Ihrem Chef Fragen, die Sie ihm zukünftig, noch vor dem offiziellen Start eines Blogs, beantworten werden. Das zeigt Ihrem Chef, dass Sie einen Plan haben und er sich darauf verlassen kann, weitere Antworten zu erhalten. Notieren Sie natürlich auch alle Fragen, die Ihnen Ihr Chef in Ihrem ersten Ideen-Pitch stellt.

Beispielhafte Fragen, die Ihnen Ihr Chef stellen wird, sind:

Welche Ressourcen werden benötigt?

Ihr Chef wird wissen wollen welche und wie viele Mitarbeiter für die Arbeit einzuplanen sind. Zudem sollte beantwortet werden, welche weiteren Ressourcen Sie benötigen. Beispiele für weitere Ressourcen sind Lizenzen oder Laptops.

Welche Kosten kommen auf uns zu?

Ein wichtiger Punkt sind die Kosten. Ihr Chef wird Ihrem Vorhaben nicht zustimmen, wenn er nicht weiß welche Kosten auf das Unternehmen zu kommen.

Seien Sie zu dem Thema Blog gut vorbereitet, wenn Sie Ihr erstes Treffen mit Ihrem Chef haben. Eventuell könnte Ihr Chef sogar fragen: „Was ist Bloggen?“ Wenn dieser Fall eintritt, nutzen Sie unser Blog-Glossar. Dort wird Ihr Chef Erklärungen für die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Blog finden.

Wenn Sie Chef sind und bloggen möchten,  müssen Sie Ihre Idee Ihren Mitarbeitern vorstellen. Auch diese werden wissen wollen, warum das Unternehmen bloggen sollte und welche Ressourcen benötigt werden.

Wird die Marketingabteilung angesprochen, werden Sie als Chef jedoch nicht Kosten, sondern das verfügbare Budget nennen sollen. Oder Sie lassen Ihre Abteilung auf der Basis der Idee einen Plan inklusive Budgetplanung erstellen.

2. Definieren Sie Ihre Zielgruppe

Bevor Sie losschreiben, sollten Sie Ihre Zielgruppe kennen. An wen soll sich Ihr Content richten? Welche Bedürfnisse oder Interessen hat Ihre Zielgruppe? Diese Fragen müssen Sie zunächst klären, um im nächsten Schritt zu entscheiden, zu welchem Thema Sie bloggen. Vielleicht hat Ihre Zielgruppe sogar ein Problem, das Sie durch Ihr Fachwissen lösen können.

Zur Definition der Zielgruppe empfehle ich die Erstellung einer Buyer Persona.



3. Überlegen Sie sich ein Thema

Als Nächstes legen Sie fest, worüber Sie bloggen möchten. Sie sollten bei Ihrer Themenwahl zunächst über Ihre Ziele nachdenken.

Wenn Sie möchten, dass Ihre Kunden die Gesichter hinter dem Unternehmen kennenlernen,  bieten sich Geschichten aus dem Unternehmensalltag an. Beispielsweise machen wir das auf unserem Blog auch. Sehen Sie zum Beispiel hier. Hier sehen Sie, dass wir unseren Kunden zudem Erlebnisse wie beispielsweise Messebesuche zeigen.

Wenn Sie sich mit Ihrem Blog als Experten auf Ihrem Gebiet präsentieren möchten, empfiehlt es sich Artikel über Themen aus Ihrer Branche zu schreiben. Wenn Sie ein Unternehmen sind, das Fahrräder verkauft, macht es beispielweise wenig Sinn über Angelzubehör zu bloggen.

Durch das Setzen verschiedener Kategorien können Sie auch verschiedene Themen angehen. Die Julius Zapp GmbH hat beispielsweise drei Kategorien. Hier können Sie sehen welche Kategorien wir haben und aus welchen Gründen. 

Denken Sie bei Ihrer Themenwahl auch an Ihre Persona. Bloggen Sie Inhalte, die Ihre Persona interessiert und Ihre Bedürfnisse befriedigt. Wenn Ihre Persona ein Problem hat, dann versuchen Sie es zu lösen!

Wenn Sie sich ein oder mehrere Themen überlegt haben, dann machen Sie sich erste Gedanken für Artikel. Nur wenn Ihnen auf Anhieb zu jedem Thema mindestens fünf Artikel einfallen, die Sie schreiben könnten, sollten Sie das Thema nehmen. Wenn Sie jetzt schon keine Einfälle haben, werden Sie schnell vor dem Problem stehen, keine Inhalte mehr zu haben, die Sie bloggen können.



4. Planen Sie Ihr Blogteam

Legen Sie nun fest wer aus dem Unternehmen bloggt. Bloggt ein Mitarbeiter? Bloggt der Chef? Oder benötigen Sie für Ihre Inhalte sogar ein ganzes Team? Ein Team aus mehreren Kollegen hat abwechslungsreichere Ideen als eine einzelne Person.

Wenn Sie jedoch ein kleines Unternehmen sind, scheuen Sie sich nicht, einen Blog alleine zu beginnen.

Den Julius Zapp Blog betreibe ich bisher auch alleine. Einmal die Woche poste ich einen neuen Beitrag. Möchten Sie jedoch öfter Artikel veröffentlichen, sollten Sie abschätzen, ob Sie das alleine schaffen. Ansonsten suchen Sie sich ein Team!



5. Stellen Sie einen Redaktionsplan auf

Nun stellen Sie einen Redaktionsplan auf. Dieser hilft Ihnen auch bei der Festlegung der benötigten Mitarbeiter. Es kann passieren, dass Sie bei der Aufstellung eines Redaktionsplans merken, dass Sie zu wenig oder zu viel Personal einkalkuliert werden. Schritt 4 und 5 können sich somit gegenseitig beeinflussen.

Ein Redaktionsplan kann sehr ausführlich ausgearbeitet werden. Eine schöne umfangreiche Erklärung für einen Redaktionsplan finden Sie zum Beispiel hier

Sind Sie, wie wir, ein kleines Unternehmen kann es schon ausreichen folgende Frage zu beantworten:

Wer bloggt wann über welches Thema?

Am Besten wäre es, wenn Sie diese Frage für den gesamten nächsten Monat beantworten können. Verteilen Sie frühzeitig die Verantwortlichkeiten für die verschiedenen Artikel.

Setzen Sie sich und Ihren Teammitgliedern feste Deadlines. Nur so können Sie verhindern, dass an einem Blogtag ein Artikel fehlt. Regelmäßige Leser könnte es verärgern, wenn diese beispielsweise jeden Mittwoch um 12 Uhr einen neuen Artikel erwarten und dann keinen vorfinden.


6. Richten Sie Ihren Blog ein

Nun richten Sie endlich Ihren Unternehmensblog ein. Für die Einrichtung stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung.


Möglichkeit Nr. 1: Sie richten Ihren Blog auf Ihrer Unternehmenswebsite ein

Bei dieser Variante betten Sie Ihren Blog in die Homepage des Unternehmens ein. Dadurch erhält Ihr Blog keine eigene Domain. Schauen Sie welche Möglichkeiten Sie zum Einbinden eines Blogs bei Ihrer Website haben.

Vorteilhaft an dieser Variante ist, dass Ihre Website im Ranking von Suchmaschinen wie Google weiter oben erscheinen wird, da durch einen Blog die Inhalte auf der Website regelmäßig aktualisiert werden. Jedoch bietet nicht jeder Web-Anbieter umfangreiche Funktionen für die Einrichtung eines Blogs auf einer Homepage an.


Möglichkeit Nr. 2: Sie richten Ihren Blog im Internet ein

Im Internet gibt es eine Vielzahl von Bloghost-Anbietern wie beispielsweise Blogger.com. Sie melden sich bei einem der Hostanbieter an und können Ihre Blogtexte dort hochladen.

Viele Basisfunktionen bei solchen Host-Anbietern sind kostenlos. Außerdem ist der Blog schnell und einfach eingerichtet. Dadurch können Sie auch als Anfänger schnell mit einem Blog starten.

Ein Nachteil ist jedoch, dass Sie Ihren Blog nur begrenzt nach Ihren Vorlieben designen können. Zudem kann es schwierig werden, wenn Sie Ihren Blog in der Zukunft zu einem anderen Bloghost umziehen lassen wollen. Sollten Sie eine kostenlose Adresse für Ihren Blog bei einem Bloghost beziehen wollen, wird der Bloghost-Name mit an Ihren Namen gehängt. Beispielsweise würde unser Blog bei Blogger.com folgendermaßen heißen: juliuszapp-blog.blogger.com.


Möglichkeit Nr. 3: Sie richten Ihren Blog auf einer separaten Domain ein

Für Ihren Blog können Sie eine eigene Domain einrichten. Diese Domain können Sie individuell nach Ihren Wünschen benennen. Dafür benötigen Sie einen Webhost-Anbieter wie 1&1 oder Strato. Wenn Sie so einen Anbieter bereits für Ihre Unternehmenswebsite nutzen, können Sie schauen welche Angebote er für die Einrichtung einer eigenen Blogdomain hat.

Bei manchen Webhostern ist bereits eine Blog-Software wie beispielsweise WordPress installiert. Bei anderen Webhostern kann es sein, dass Sie die Software erst auf dem Webspace hochladen müssen.

Wenn Sie einen Blog auf diese Weise einrichten, kann Ihr Blog eine eigene Internetadresse haben. Zudem profitieren Sie beispielsweise, bei der Einrichtung von WordPress über einen Webhost, über die Verfügbarkeit von vielen verschiedenen Design-Vorlagen und Zusatzfunktionen.

Jedoch ist der technische Aufwand dieser Variante deutlich höher als bei der Nutzung eines Bloghost-Anbieters. Sie müssen sich selbst um Software und regelmäßige Updates kümmern.

Die Julius Zapp GmbH hat sich auf Grund der eigenen Domain und vielen Gestaltungsmöglichkeiten für Möglichkeit 3 entschieden.



7. Geben Sie Ihrem Blog einen Namen 

Wenn Sie Ihren Blog auf Ihrer eigenen Website betreiben, benötigen Sie keinen Domain-Namen. Schließlich ist Ihr Blog über Ihre Website abrufbar.

Anders sieht es aus, wenn Sie eine eigene Domain für Ihren Blog erstellen. In diesem Fall bietet es sich an Ihren Firmennamen und den Begriff „Blog“ in Ihrer Domain aufzunehmen.

Tendenziell ist es besser, wenn Ihr Blogname nicht zu lang ist. Kurze Namen sind einfacher zu merken.

Unsere Website heißt beispielsweise www.julius-zapp.de und der Blog www.juliuszapp-blog.de.



8. Gestalten und konfigurieren Sie Ihren Blog

Jetzt sind sie beinahe bereit Ihren ersten Artikel zu verfassen und zu veröffentlichen. Zuvor sollten Sie Ihren Blog jedoch gestalten und konfigurieren.

Wenn Sie Ihren Blog auf Ihrer Website nutzen, schauen Sie welche Möglichkeiten Sie haben, um Ihren Blog anschaulich und übersichtlich zu gestalten.

Sollten Sie bei der Einrichtung Ihres Blogs Möglichkeit Nr. 3 gewählt haben und  beispielsweise WordPress nutzen, wählen Sie nun ein Theme. Sie können aus einer großen Anzahl kostenloser Themes auswählen.  Wenn Sie ein wenig Geld in ein kostenpflichtiges Theme investieren, können Sie von umfangreicheren Designfunktionen profitieren.

Unser Blog hat ein kostenloses Theme und bisher kann ich mich nicht über die Gestaltungsmöglichkeiten beschweren. Schauen Sie sich also unterschiedliche Themes an, probieren Sie diese aus und entscheiden Sie, ob ein kostenloses Theme für Ihr Vorhaben ausreicht. Sollten Sie beispielsweise bestimmte Funktionen wie einen integrierten Webshop nutzen wollen, nutzen Sie dafür ein eCommerce Theme.

Zudem sollten Sie Plugins installieren. Hier erkläre ich Ihnen was ein Plugin ist. Es gibt sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Plugins, die Sie jeder Zeit installieren und nutzen können. Eine Übersicht über wichtige Plugins für den Start eines Blogs finden Sie hier.

Ganz wichtig ist das Erstellen einer Datenschutzerklärung und eines Impressums für Ihren Unternehmensblog. Erst wenn diese Unterseiten auf Ihrem Unternehmensblog sind, sollten Sie bloggen.

Darüber hinaus empfehle ich die Erstellung einer „Über-Uns-Seite“, auf der Sie Ihr Unternehmen für Ihre Leser kurz vorstellen.



9. Schreiben Sie Ihren ersten Blogartikel

Wenn Sie alle bisher genannten Schritte abgearbeitet haben, ist Ihr Unternehmensblog endlich so weit. Sie können nun Ihren ersten Artikel schreiben und veröffentlichen.

In unserem nächsten Artikel dieser Serie erhalten Sie Tipps zum Verfassen eines perfekten Artikels für einen Unternehmensblog.

Starten Sie also mit diesem Leitfaden. Bis Sie bei Schritt 9 angekommen sind, wird unsere Anleitung für das Schreiben des perfekten Blogartikels bereits online sein.

Fazit

Haben Sie alle Schritte befolgt? Dann heiße ich Sie herzlich Willkommen in der Welt der Corporate Blogger!

Messen Sie regelmäßig Ihre Fortschritte, aber seien Sie nicht enttäuscht, wenn Ihr Blog zu Anfang nicht die erhoffte Anzahl an Lesern hat. Gerade kleine und eher unbekannte Unternehmen benötigen Zeit, regelmäßigen und guten Content sowie eine gute Social-Media-Arbeit, um auf Leser aufmerksam zu machen.

Je nach Unternehmensgröße kann sich der Weg zu einem Unternehmensblog länger oder kürzer gestalten. Zudem können Ihnen Hürden in den Weg gestellt werden. Beispielsweise können Sie Mitarbeiter, Kollegen oder Ihren Chef nicht sofort von der Idee überzeugen. Geben Sie in diesem Fall nicht auf. Meine Erfahrungen zeigen, dass es sich lohnt einen Unternehmensblog zu führen – auch als kleines Unternehmen.