Arbeiten 4.0 – Glossar: 20 englische Begriffe der neuen Arbeitswelt

Arbeiten 4.0 – Glossar: 20 englische Begriffe der neuen Arbeitswelt

Februar 20, 2019 0 Von Laura Putschies

Globalisierung, Digitalisierung, neue Technologien, Automatisierung, voranschreitende Vernetzung, demographischer Wandel – all das verändert die Arbeitswelt. Es entsteht Arbeit 4.0. Das ist kein Geheimnis.

Im Zuge der Weiterentwicklung der Arbeitswelt treten neue Begriffe auf. Viele dieser Begriffe, die mittlerweile in deutschen Fabriken und Unternehmen genutzt werden, stammen aus der englischen Sprache.

Um den Wandel der Arbeitswelt nicht einfach an sich vorbeiziehen zu lassen, habe ich 20 wichtige englische Begriffe definiert. Durch das folgende Glossar erhalten Sie einen Überblick über Begriffe der neuen Arbeitswelt.

Augmented Reality

Der Begriff bedeutet übersetzt „erweiterte Realität“ und meint, dass die Realitätswahrnehmung eines Menschen durch Computer erweitert werden. Ein bekanntes Beispiel ist die Nutzung eines Helmvisiers von Kampfpiloten. Dem Piloten werden hilfreiche Informationen eingeblendet, während er die Umgebung betrachtet. Augmented Reality soll beispielsweise in Form von Brillen auch im Büro oder der Fabrik eingesetzt werden, damit Mitarbeiter automatisch nützliche Informationen erhalten.

Cloud Computing

Über ein Netzwerk werden IT-Ressourcen bereitgestellt, auf welche Sie zugreifen können. Mit Hilfe der „Cloud“ können Sie zu jeder Zeit und von überall Computing-Services wie beispielsweise Software mieten und nutzen.

Cloud worker

Ein Cloud worker ist ein Projektarbeiter aus dem Netz. Das bedeutet, dass Unternehmen Projekte bzw. Aufgaben auf einer Internetplattform eintragen können, auf welche sich Selbstständige bewerben können. Zudem können Privatpersonen Ihre Kompetenzen und Dienstleistungen anbieten und von Unternehmen kontaktiert werden.

Über Internetplattformen wie beispielsweise Freelancer.com können Unternehmen die freien Mitarbeiter für einzelne Aufgaben anfragen.

Coworking

Wörtlich übersetzt bedeutet Coworking „zusammenarbeiten“. Es arbeiten jedoch nicht Mitarbeiter desselben Unternehmens zusammen, sondern verschiedene Startups, Kreative, Freiberufler etc. Sie arbeiten somit an verschiedenen Projekten unabhängig voneinander zusammen in einem großen offenen Raum und teilen sich demnach einen Arbeitsort.

Diese geteilten Räume werden als Coworking Spaces bezeichnet und bieten neben Arbeitsplätzen eine Infrastruktur wie z. B. Drucker und ein Netzwerk an. Anstelle eines Büros können einzelne Schreibtische (Arbeitsplätze) gemietet werden.

Co-Creation

Kunden werden in die Produktgestaltung oder -erstellung einbezogen. Beispielsweise werden Kundenideen in den Prozess der Produktentstehung integriert.

Crowdfunding

Der Begriff setzt sich zusammen aus den Wörtern „crowd“ (deutsch („Menschen-)Menge“) und „funding“ (deutsch „Finanzierung“). Hierbei handelt es sich um eine Art der Finanzierung. Als deutsches Synonym wird auch die Bezeichnung „Schwarmfinanzierung“ verwendet und meint, dass Gründer oder Personen, die ein bestimmtes Projekt umsetzen möchten, jedoch nicht genügend Kapital haben durch eine Personengruppe finanziert werden. Die Personengruppen, welche ein Projekt ermöglichen, setzen sich in der Regel aus einer Vielzahl verschiedener Internetnutzer zusammen, da zum Crowdfunding meist im Internet aufgerufen wird.

Bekannte Crowdfunding-Plattformen sind startnext.con und kickstarter.com.

Crowdsourcing

Dieser Begriff ist angelehnt an Outsourcing und beschreibt die Auslagerung von Aufgaben oder Projekten eines Unternehmens an eine Gruppe Internetnutzer. Eine weitere Bezeichnung dafür ist Crowdworking. In dem Zusammenhang mit Crowdsourcing wird zudem über die „Weisheit der Vielen“ gesprochen (englisch „wisdom oft he crowd“).

Design Thinking

Design Thinking ist ein kreativer Ansatz, der verwendet wird, um Ideen zu entwickeln, die sich am Nutzer orientieren.

Desksharing

Bei Desksharing handelt es sich um eine Organisationsform, bei welcher es weniger Arbeitsplätze in einer Organisationseinheit gibt als Mitarbeiter. Ein Mitarbeiter hat nicht „seinen eigenen“ Platz, sondern sucht sich morgens im Büro einen beliebigen freien Arbeitsplatz aus.

Weitere synonyme Begriffe sind „Shard Desk“ und „Flexible Office“.

Easy Economy

Easy Economy umschreibt eine neue Form der Arbeitsorganisation nach dem Prinzip: Solange das Ergebnis stimmt, ist es irrelevant, wer wann und wo arbeitet. Anstatt eines 9-to-5 Arbeitstages teilen sich Arbeitnehmer ihren Arbeitstag selbstständig ein und entscheiden wo sie wann arbeiten.

Gig Economy

Mit Gig Economy wird eine neue Wirtschaftsform bezeichnet. Menschen verdienen ihren Unterhalt durch situative und kurzfristige Jobs. Zur Vermittlung dieser Jobs werden digitale Plattformen genutzt, auf denen Kunden unabhängige, freiberufliche Auftragnehmer und diese wiederum Jobangebote finden.

Der Begriff entstand, da sich diese Art von Freiberuflern von einem zum nächsten Auftrag hangeln, wie Musiker von Gig zu Gig. Zur Gig Economy gehören beispielsweise Uber-Fahrer.

Homeoffice

Der Begriff meint das Arbeiten an einem Arbeitsplatz im eigenen Wohnhaus. Somit gilt Homeoffice als eine flexible Arbeitsform, bei der Arbeitnehmer Ihre Arbeit teilweise oder vollumfänglich im privaten Umfeld ausüben können.

Internet of Things (IoT)

Übersetzt bedeutet der Begriff “Internet der Dinge“ und bezeichnet die zunehmende Vernetzung von Gegenständen per Internet. Die Gegenstände werden sowohl untereinander als auch nach außen hin mit dem Internet vernetzt. Durch das Internet der Dinge können Anwendungen automatisiert und Aufgaben ohne Eingriffe von außen bearbeitet werden, da die Gegenstände miteinander kommunizieren und Befehle entgegennehmen können.

Knowledge worker

Knowledge worker beschreibt einen Mitarbeiter, dessen Aufgabe darin besteht, Wissen zu entwickeln und zu nutzen, anstatt Güter oder Dienstleistungen zu produzieren.

New Work

Dieser englische Begriff bezeichnet welche Auswirkungen und Konsequenzen die Globalisierung und Digitalisierung auf die Arbeitswelt haben. New Work wird als Konzept der neuen Arbeitswelt oder als epochaler Umbruch betrachtet.

Open Innovation

Open Innovation meint, dass die Außenwelt aktiv und strategisch von einem Unternehmen genutzt wird, um das Innovationspotenzial zu vergrößern. Das Konzept der offenen Innovation umfasst die Nutzung von Wissen, das in das Unternehmen ein- und ausdringt, um Innovationen zu generieren.

Smart Factory

Der Begriff Smart Factory (deutsch „intelligente Fabrik“) stammt aus dem Bereich der Fertigungstechnik und steht im Mittelpunkt der Industrie 4.0. Die Smart Factory bezeichnet die Vision einer Produktionsumgebung, die sich ohne menschliche Eingriffe weitgehend selbst organisieren kann. Die Produktionsumgebung umfasst Fertigungsanlagen und Logistiksysteme.   

Smart Services

Smart Services bedeutet in Deutschland „digitale Dienstleistungen“. An den Verkauf eines Produktes wird eine ergänzende digitale Dienstleistung für das Produkt gekoppelt. Beispielsweise ist eine digitale Dienstleistung die intelligente vorausschauende Wartung von Maschinen.

Start-up

Auch Startup oder Startup-Unternehmen bezeichnet ein neu gegründetes Unternehmen, welches eine innovative Geschäftsidee und hohes Wachstumspotential hat.

Wearables

Unter Wearables werden kleine, vernetzte Computer verstanden, die eine Person am Körper tragen kann oder in die Kleidung integriert sind, um im Alltag unterstützt zu werden. Ein Beispiel ist die Smartwatch. Die Smartwatch ist eine elektronische Armbanduhr, die nicht nur die Uhrzeit anzeigt, sondern weitere Funktionen wie die Messung des Pulses erfüllt.

Fazit

Man muss nicht jede neue Technologie und jedes neue Konzept im Unternehmen anwenden. Jedoch schadet es nicht, neue Technologien und Konzepte zu kennen. Die zwanzig Begriffe verhelfen zu erkennen, dass sich die Arbeitswelt weiterentwickelt und dass Prozesse und Arbeitsweisen im eigenen Unternehmen optimiert werden können. Denken Sie nur an die Innovations-Möglichkeiten, die Sie beispielsweise durch Co-Creation oder Crowdsouring erhalten.