Machen wir in der Pause überhaupt noch richtig Pause?

Machen wir in der Pause überhaupt noch richtig Pause?

März 27, 2019 0 Von Laura Putschies

Seit zwei Stunden sitzen Sie an Ihrem Arbeitsplatz vor dem Bildschirm. Sie schauen auf die Uhr: 09:30 Uhr. Es ist Zeit für eine Pause. Sie holen sich einen Kaffee, setzen sich wieder an Ihren Arbeitsplatz, lehnen sich zurück und lesen nebenbei die neusten News an Ihrem PC. Nach 10 Minuten beginnen Sie wieder Ihrer Arbeit am PC nachzugehen.

Nach ein paar weiteren Stunden schauen Sie wieder auf die Uhr: 13:00 Uhr. Es ist Zeit für eine Pause. Schließlich werden die Augen langsam müde und die Konzentration lässt nach. Sie gehen in die Firmenküche, stellen Ihr Mittagessen auf den Tisch und holen Ihr Smartphone aus der Hosentasche. Während Sie in der einen Hand eine Gabel halten, um einzelne Nudeln aufzustechen, scrollen Sie mit der anderen Hand durch Facebook.

Nach einer halben Stunde gehen Sie wieder an Ihren Arbeitsplatz, setzen sich vor Ihren Bildschirm und beginnen zu tippen.

Irgendwann ist Feierabend. Sie waren neun Stunden im Büro.

Sollte Ihr Arbeitsalltag so oder so ähnlich aussehen, haben Sie Pausen, aber irgendwie doch keine Pausen gemacht. Sie haben zwar Ihre Pausen dazu genutzt, Ihre Arbeit zu unterbrechen. Jedoch haben Sie zwei Organen, die Sie stark beeinflusst haben, keine Pause gegönnt: Ihren beiden Augen.

Keine Pausen für die Augen bringt lästige Folgen mit sich

Wenn Sie einer Arbeit am Bildschirm nachgehen, werden Ihre Augen stark belastet. Der Mensch ist es von Natur aus nicht gewöhnt stundenlang auf den Bildschirm zu schauen. Bestehen ihre Pausen dann noch aus Tätigkeiten mit mobilen Geräten kann das lästige Folgen für Sie bringen. Der Berufsverband der Augenärzte nennt folgende Folgen: Trockenheit der Augen, verschwommene Sicht, Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen und Müdigkeit.

Den Augen eine Pause gönnen

Die Augen benötigen Pausen, um entlastet zu werden. Eine Frühstücks- und Mittagspause sind für Ihre Augen nicht genug. Arbeiten Sie konzentriert am Bildschirm sollten Sie Ihren Augen zwischendurch immer wieder eine kurze Pause gönnen. Blicken Sie zwischendurch immer mal wieder in die Ferne. Bauen Sie in Ihren Arbeitsalltag kurze Tätigkeiten wie beispielsweise Aktenablage, Kopieren etc. ein, bei welchen Sie Ihre Augen vom Bildschirm abwenden.

Ideen für Pausen ohne Bildschirm

1. Gehen Sie spazieren

Ein Spaziergang an der frischen Luft hilft nicht nur die Augen zu schonen, sondern hat zusätzlich die Vorteile, dass Sie sich bewegen, frische Luft schnappen und eine Auszeit von Ihrem Arbeitsplatz erhalten. Nutzen Sie die Zeit, um auf andere Gedanken zu kommen und für einen klaren Kopf zu sorgen. Nach einem Spaziergang fühlen Sie sich erholt und gestärkt.

2. Essen und trinken Sie nicht nur nebenbei

„Essen ist ein Bedürfnis, genießen ist eine Kunst.“

– Francois de la Rochefoucauld

Mit leerem Magen arbeitet es sich nicht so gut. Nutzen Sie Ihre Pause, um etwas zu essen und zu trinken. Lassen Sie währenddessen jedoch Ihr Smartphone außer Acht. So können Sie sich ganz auf Ihr Essen konzentrieren und es genießen.

3. Machen Sie ein Nickerchen

Ein kurzes Nickerchen wirkt wahre Wunder. Wenn Sie die Möglichkeit auf der Arbeit haben an einem ungestörten Platz ein Nickerchen zu halten, versuchen Sie es. Ihre Augen können sich von Ihrer ständigen Belastung am Bildschirmarbeitsplatz erholen und Ihr gesamter Körper und Geist haben Zeit zu entspannen.

Um jedoch frisch und erholt aufzuwachen, sollten Sie nicht länger als 20 Minuten schlafen. Bei einem längeren Nickerchen könnten Sie bereits in einen Tiefschlaf geraten und würden aus diesem eher weniger frisch aufwachen, wenn der Wecker klingelt.

4. Entspannen Sie sich

Haben Sie keine Möglichkeit zu schlafen oder mögen es nicht einen Mittagsschlaf zu halten, lehnen Sie sich einfach zurück und entspannen. Am besten sollten Sie dafür Ihren Arbeitsplatz verlassen und sich an einem anderen Ort niederlassen. Machen Sie es sich beispielsweise an einem Ruheort gemütlich. Sorgen Sie dabei zudem für frische Luft, indem Sie lüften.

Wenn Sie sich an einem gemütlichen Ort zurücklehnen, schließen Sie für eine Zeit die Augen und schalten Sie vom Arbeitsstress ab.

5. Machen Sie Pläne für Ihre Freizeit

Sich gemütlich zurücklehnen – natürlich nicht am eigenen Arbeitsplatz – und Pläne für Urlaub und Freizeit machen. Dabei ist keine intensive Planung und Organisation gemeint für welche Sie wahrscheinlich das Internet benutzen. Gemeint ist ein entspanntes Träumen von Freizeitaktivitäten, die Sie gerne unternehmen und Orte, die Sie sehen möchten.

6. Quatschen Sie mit Kollegen

Wenn Sie mit Ihren Kollegen gemeinsam Pause machen, unterhalten Sie sich mit Ihnen. Setzen Sie sich jedoch nicht gemeinsam an Ihren Schreibtisch. Suchen Sie sich einen anderen Ort wie einen Ruheraum, die Firmenküche oder Cafeteria. Wenn Sie sich mit Ihren Kollegen unterhalten, spielen Sie nicht nebenbei an Ihrem Smartphone, sondern wenden Sie sich Ihnen voll und ganz zu. Dadurch haben Sie die Möglichkeit auf andere Gedanken als Ihre Arbeit zu kommen und Ihren Augen eine Bildschirmpause zu gönnen.

Fazit

Die wenigsten dürfen während Ihrer Arbeitszeit private Nachrichten auf dem Smartphone lesen und versenden. Gehören Sie auch dazu, können Sie Ihre Nachrichten zu Beginn einer längeren Pause wie der Mittagspause checken. Danach sollten Sie sich jedoch eine Pause von allen Bildschirmen gönnen. Ob Sie sich bewegen oder lieber zurücklehnen möchten, hängt ganz von Ihrem Wohlbefinden und Ihren Vorlieben ab. Hauptsache die Augen erhalten eine Auszeit von Bildschirmen.