Warum auch kleine B2B-Unternehmen bloggen sollten (und warum die Julius Zapp GmbH damit angefangen hat)

Warum auch kleine B2B-Unternehmen bloggen sollten (und warum die Julius Zapp GmbH damit angefangen hat)

Oktober 4, 2018 0 Von Laura Putschies

Audi und Rittersport bloggen bereits seit ein paar Jahren. Beides sind große B2C-Unternehmen. Während diese und viele weitere große Unternehmen bereits den Corporate Blog für Content-Marketing nutzen, scheuen sich bisher gerade kleine Unternehmen davor. Besonders der Aufwand eines Blogs wird hierbei häufig als Hindernis gesehen. Ebenso sind sich B2B-Unternehmen nicht immer sicher, ob es sinnvoll ist, zu bloggen.

Wir, die Julius Zapp GmbH, sind ein kleines B2B-Unternehmen und haben uns dafür entschieden einen Corporate Blog zu starten.

Im Folgenden zeige ich Ihnen sieben Gründe warum sich die Julius Zapp GmbH dafür entschieden hat und warum wir der Meinung sind, dass kleine Unternehmen die Scheu vorm Bloggen verlieren sollten. Dabei werde ich Ihnen zudem erläutern warum der Corporate Blog gerade im B2B-Bereich viele Vorteile mit sich bringt.

1. Mit einem Blog geben Sie Ihrem Unternehmen ein Gesicht

Manchmal enthält eine offizielle Unternehmenswebsite zur Darstellung von Produkten oder Dienstleistungen eine Teamvorstellung oder die Unternehmensgeschichte. Ansonsten erhalten (potentielle) Kunden kaum einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens.

Ein Blog verhilft Einblicke in Ihr Unternehmen zu geben. Sie können ihrem Unternehmen ein Gesicht verleihen, indem Sie zum Beispiel Mitarbeiter Artikel über Ihren Arbeitsalltag verfassen lassen und über ihre internen Unternehmensaktivitäten bloggen. Ihr Unternehmen gewinnt dadurch an Sympathie.

Durch eine offene Darstellung der Unternehmenskultur können Sie die persönliche Seite des Unternehmens zeigen und damit die Außenwirkung ihres Unternehmens verbessern.

Die Distanz zum Unternehmen wird Kunden und auch potentiellen Kunden genommen und durch Transparenz ersetzt. Somit können Sie mit Hilfe eines Corporate Blogs Vertrauen bei Ihren potentiellen Kunden aufbauen und bestehende Kunden an ihr Unternehmen binden.

2. Mit einem Blog präsentieren Sie sich als Experten

Neben der Herstellung einer emotionalen Bindung zu Ihren Lesern, ist im B2B-Bereich das Aufzeigen Ihrer Fachexpertise von besonders hoher Bedeutung.

Im Gegensatz zu Endkonsumenten, die häufig emotionale und impulsive Kaufentscheidungen treffen, sind die Entscheidungen im B2B-Business vor allem rational und auf der Basis von Wissen und Informationen.

Ein Corporate Blog stellt eine Plattform dar, um Ihren Lesern Informationen zu liefern und Ihr Branchenwissen mit ihnen zu teilen. Schreiben Sie Artikel über Themen aus Ihrer Branche, die Ihren (potentiellen) Kunden einen echten Mehrwert bieten. Durch wichtigen und interessanten Content können Sie sich als Experte auf ihrem Gebiet präsentieren.

Vergessen Sie dabei nicht: Über Ihr Fachwissen entscheidet nicht die Größe des Unternehmens.

3. Mit einem Blog verbessern Sie Ihre Chancen neue Kunden zu gewinnen

Für B2B-Unternehmen, die auf Ihrem Blog Expertenwissen teilen, besteht ein weiterer Vorteil. Das Stichwort hier lautet Customer Journey.

Kaufentscheidungen werden von den Unternehmen bzw. über das Buying Center der Unternehmen selten spontan getroffen. Im B2B-Bereich wird die Entscheidung, bei welchem Lieferanten gekauft wird, nicht immer erst nach einem persönlichen Gespräch mit potentiellen Lieferanten getroffen.

„In der Tendenz ist der persönliche Kontakt erst relevant, nachdem sich der Einkäufer bereits online über die möglichen Lieferanten informiert hat”, erklärt Peter F. Schmid, CEO des B2B-Unternehmens Wer liefert was? und Chairman von Europages.

Der Unternehmensblog hilft Ihrem Unternehmen als relevanter Lieferant wahrgenommen zu werden. In Ihrem Blog können Sie potentielle Kunden durch Informationen und Fachwissen zu Ihrer Branche überzeugen. Durch eine Unternehmenswebsite ohne nützlichen Content verringert sich Ihre Chance von potentiellen Kunden kontaktiert zu werden.

4. Mit einem Blog optimieren Sie ihr Suchmaschinenranking

Um Kunden, die Ihr Unternehmen bisher nicht kennen, auf sich aufmerksam zu machen, benötigen Sie ein gutes Suchmaschinenranking.

Potentielle Kunden suchen unter anderem nach neuen Lieferanten, indem sie relevante Keywords beispielsweise zu gesuchten Produkten bei Suchmaschinen wie Google eingeben. Wenn Ihre Unternehmenswebsite dann erst auf Seite drei bei Google auftaucht, werden Sie von Ihren potentiellen Kunden wahrscheinlich nicht wahrgenommen.

Google indexiert Ihre Unternehmenswebsite, wenn Sie diese online stellen. Danach schaut Google hin und wieder auf Ihrer Website vorbei, um zu prüfen, ob sich etwas auf Ihrer Website geändert hat. Wenn es keine Änderungen gibt, bedeutet das für Google, dass die Website auf Eis gelegt wurde bzw. kaum genutzt wird. Ihre Unternehmenswebsite gilt somit nicht mehr als aktuell und relevant. Das suggeriert ein Abrutschen im Suchmaschinenranking.

Große Unternehmen, die Ihre Angebote auf der Website häufig ändern, werden das Problem, aufgrund von mangelnder Aktualität im Ranking abzurutschen, nicht haben. Für kleine Unternehmen sieht dies jedoch anders aus, weil sie häufig eine statische Website besitzen. Das bedeutet, dass kaum Änderungen auf der Website vorgenommen werden. Beispielsweise weil sich die Produktpalette oder Dienstleistung über Jahre nicht ändert.

Durch einen regelmäßig betriebenen Blog erscheinen stets neue Inhalte auf Ihrer Website. Dadurch wird nicht nur verhindert, dass Ihre Website im Suchmaschinenranking abrutscht. Regelmäßig neuer und nützlicher Content bewirkt sogar einen Aufstieg im Ranking.

Das Setzen der richtigen Keywords in Ihren Blogartikeln führt ebenso wie Backlinks zu einer weiteren Optimierung des Suchmaschinenrankings.

5. Mit einem Blog gewinnen Sie neue Mitarbeiter

Ein Blog hilft nicht nur bei der Neukundengewinnung und Kundenbindung. Für Employer Branding ist ein Blog ebenfalls nützlich. Hat Ihre Website aufgrund Ihres Blogs ein gutes Suchmaschinenranking werden potentielle Mitarbeiter auf Ihre Website stoßen.

Erhalten potentielle Mitarbeiter durch Ihren Blog Einblicke in das Unternehmen, können sich diese durch Ihre Inhalte angesprochen fühlen und bereits Vertrauen zu Ihrem Unternehmen aufbauen. Das wirkt sich positiv auf Ihre Mitarbeitergewinnung aus.

6. Mit einem Blog bauen Sie eine Community auf

Durch eine Kommentarfunktion unter Ihren Blogartikeln erhalten Ihre Leser die Möglichkeit ihre Meinung zu äußern. Branchenrelevante Artikel können zu Diskussionen anregen.

Verfassen Sie regelmäßig nützlichen Content für Ihre Zielgruppe und gehen sorgfältig auf Kommentare ein, kann eine Community auf Ihrem Blog entstehen. Für Ihr Unternehmen ist dies vorteilhaft, weil Sie von dem Wissen Ihrer Leser lernen und mit Ihnen in Kontakt treten können sowie Feedback erhalten.

7. Mit einem Blog verfügen Sie über ein leicht messbares Marketinginstrument

Bevor Sie Ihre ersten Artikel veröffentlichen, legen Sie die Ziele fest, die Sie mit dem Bloggen verfolgen. Durch die Nutzung von Trackingtools wie Google Analytics lässt sich der Erfolg Ihres Blogs kontrollieren. Sie können unter anderem messen wie viele Leser Ihren Blog besuchen und wie lange diese auf einzelnen Seiten verweilen. Je mehr Besucher Sie auf Ihrem Blog haben (je mehr Traffic Ihr Blog hat), desto höher ist die Wahrscheinlichkeit der Leadgenerierung.

Fazit

Natürlich benötigt bloggen Zeit. Es muss geplant werden wer im Unternehmen bloggt, welche Themen relevant sind und was über das eigene Unternehmen veröffentlicht werden kann. Wurde ein Blog gestartet, führt dieser nicht über Nacht zum Erfolg. Zu Beginn ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass Sie nur wenige Leser haben.

Mit der Zeit wird jedoch Ihr Suchmaschinenranking durch regelmäßiges Veröffentlichen von nützlichem Content verbessert und Sie werden mehr Leser erhalten. Sie zeigen Ihren Lesern, dass Sie ein Experte auf Ihrem Gebiet sind und werden damit neue Kunden gewinnen.

Beim Bloggen bestimmt nicht die Größe des Unternehmens den Erfolg, sondern die Nützlichkeit der Inhalte für die Zielgruppe. Gerade B2B-Unternehmen profitieren von Blogs. Sie verfügen mit einem Corporate Blog über eine Plattform, welche angereichert ist mit Branchenwissen, das potentielle Kunden bei ihrer Recherche in ihrer Customer Journey überzeugen kann.

Die vorgestellten Gründe haben die Julius Zapp GmbH dazu bewegt einen Blog zu starten.

Wir möchten Ihnen auf unserem Blog sowohl fachliche als auch persönliche Infos über das Unternehmen vermitteln. Hier erfahren Sie ausführlich über welche Themen wir bloggen werden.

Wenn Sie Begriffe rund um das Thema Blog lernen möchten, lesen Sie meinen zweiten Artikel.

Haben Sie bereits einen Unternehmensblog? Wenn ja, erzählen Sie uns in einem Kommentar warum Sie mit dem Bloggen angefangen haben. Wenn nicht, schreiben Sie uns was Sie bisher daran hindert einen Blog zu starten.